| Mein Vater hat mitunter Geige im Quartett gespielt und
ich wollte das unbedingt immer auch! Mit 4 Jahren habe ich dann begonnen
Geige zu spielen. |
| Die Wettbewerbe, an denen ich im Alter von 7 bis 16 teilgenommen
habe, waren mir nicht so wichtig wie das Spielen selbst. Ursprünglich
wollte ich Mathematik und Psychologie studieren, aber mit 16 Jahren wusste
ich dann, dass es Musik sein muss – einfach, um jede Musik kennen zu lernen. |
| Ich hatte das Glück mit Professor Brandis einen
»Urmusiker« als Lehrer zu haben, der meine Stärken – Musikalität
und Ausdruckswillen – schätzte und diese auch förderte. |
| Nach Erfahrungen als Orchestermusikerin suchte ich neue
Wege in der Kammermusik. |
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| Ich entdeckte meine Liebe für die Barockgeige, welche
das Ohr mit rauheren Klängen und mehr Obertönen als die moderne
Geige reizt und mir die Möglichkeit bot, meine „geliebte“ klassische
Quartettliteratur im Originalgewand zu erleben. |
| Gleichzeitig begann ich mich mit Neuer Musik auseinanderzusetzen,
fasziniert von den andersartigen Klängen, Rhythmen, Inhalten und davon,
die Geige an so vielen neuen Stellen bespielen zu können. |
| Musik entsteht für mich nicht nur aus den Noten,
sondern auch durch Hingabe des Spielenden. |
| Ich empfinde es als ein wunderbares Geschenk, Musiker
zu sein und Musik im Spielen formen und zugleich erleben zu können
und vor allen Dingen – als Krönung – dies mit anderen teilen zu dürfen. |
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